Freitag 18. Mai 2012
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Jahrestagung 2011 - "Ausgesprochen unerhört"


Unsere diesjährige Tagung fand am 2. und 3. Dezember statt und widmete sich zwei grundlegenden Fertigkeiten des Sprachenlernens: Hören und Sprechen.

Der ÖDaF bedankt sich bei den etwa 320 Teilnehmerinnen und Teilnehmern für ihr zahlreiches Erscheinen und ihre aktive Mitgestaltung dieser Tagung!


Ganz herzlich möchten wir uns auch bei unseren Sponsoren ( Österreich Institut, Österreichisches Sprachdiplom, Kultur und Sprache, Langenscheidt, Hueber und Klett) bedanken!


Die Nachlese zu unserer Tagung finden Sie in den nächsten ÖDaF-Mitteilungen (Erscheinungstermin Frühjahr 2012)


Schon jetzt gibt es die "Tagung zum Nachhören". Hier finden Sie die von Gecko-Art produzierten Interviews.


Einige Fotoimpressionen...


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Tagungstext:


Mit dem großen Themenkreis Phonetik (griech. "zum Sprechen gehörig") greifen wir ein Thema auf, dessen Bedeutsamkeit von unterrichtspraktischen bis sprachenpolitischen Handlungsfeldern nicht hoch genug eingeschätzt werden kann. Trotzdem gilt die Phonetik sowohl bei Lehrenden als auch bei Lernenden als unbeliebt und wird vor allem im Unterricht mitunter vernachlässigt.


Höchste Zeit also, die Bedeutsamkeit des Hörens und Sprechens samt seinen Zusammenhängen im Kontext des Lehrens und Lernens von Deutsch als Fremd- und Zweitsprache aufs Podium zu bringen und mit vielfältigen Impulsen zu einer neuen Beschäftigung mit dem Thema zu motivieren.

Fragen der Phonetik zeigen sich als äußerst facettenreich. Neben den Prozessen des Hörverstehens und des Sprechens und den didaktischen und methodischen Umsetzungsmöglichkeiten innerhalb der Hörverstehens- und Sprechschulung kommt gerade dem Zusammenhang zwischen den beiden Fertigkeiten ein zentraler Stellenwert auf unserer Tagung zu. Nicht nur, dass das Hören die Basis für das Sprechen bildet und somit ein wichtiger Bestandteil im AnfängerInnenunterricht sein sollte, sind Sprechen, Aussprache und Prosodie einerseits im Verhältnis zum Standarddeutschen zu betrachten, andererseits führt die Frage nach der Aussprachenorm, dem "richtig gesprochenen" Deutsch, zu Zuschreibungen mit sprachenpolitischem Gewicht.

Müssen wirklich nur SpionInnen perfekt Deutsch sprechen oder ab wann kann man denn "schönes" Deutsch? Solche Fragen führen geradewegs zu aktuellen sprachenpolitischen Integrationsthemen.

Die Plenarvorträge spannen einen anregenden theoretischen Bogen um den Themenkomplex, in den Workshops stehen praktische Reflexionen, Übungen und Umsetzungsmöglichkeiten (z.B. auch Stimmbildung für Lehrende, Rhetorik, freies Sprechen/Argumentation, Karaoke, Aussprache, Phonetik in der Alphabetisierung, Hörspiele) und der Austausch von Ideen im Vordergrund.
Der mittlerweile schon intensiv geforderten 5. Fertigkeit, dem Hör-Sehverstehen, werden zwei Workshops zum Thema Fernsehen und Film gewidmet sein. Der Jahrmarkt der Sprachen wird Sie dieses Jahr unter dem Motto "Wie klingt die Sprache" mit dem Klang und der Melodie vieler Fremdsprachen verführen.

Unser Programm bietet Impulse für vielfältige Forschungsaspekte und Unterrichtssituationen, für die schulische Sprachförderung bis zum Erwachsenenunterricht, für Anfänger bis Fortgeschrittene, für Lernende und Lehrende. Wir laden Sie sehr herzlich ein, sich mit KollegInnen und FachexpertInnen intensiv auszutauschen, zu vernetzen und Neues auszuprobieren.





Info.box

Jahrestagung 2012

8./9.12.2012


ANDERS

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