ÖDaF-Kurztagung 2018 - Anmeldung geöffnet

Die nächste ÖDaF-Kurztagung findet am 7. Dezember 2018 an der Universität Innsbruck statt und beschäftigt sich mit dem Thema "Spracherwerb in informellen Lernumgebungen. Konzepte und Perspektiven".

 

Nähere Informationen und die Online-Anmeldung finden Sie hier.

 

ÖDaF-Jahrestagung 2019 - Call for Papers

“Worum geht’s hier eigentlich?” – Anspruch und Wirklichkeit eines inhaltsorientierten DaF/DaZ-Unterrichts  
 
Die nächste ÖDaF-Jahrestagung findet am 22. und 23. März 2019 an der Pädagogischen Hochschule Wien statt und widmet sich dem Thema „‚Worum geht’s hier eigentlich?‘ Anspruch und Wirklichkeit eines inhaltsorientierten DaF/DaZ-Unterrichts“.

Abstracts für Kurzvorträge und Workshops können bis zum 31. Oktober 2018 eingereicht werden. Für Arbeiten aus Projektseminaren und  Masterarbeiten gibt es außerdem wieder die Möglichkeit einer Posterpräsentation.

 

Genauere Informationen zu inhaltlichen Aspekten und den verschiedenen Beitragsformaten entnehmen Sie bitte direkt dem Call for Papers.

(Einreichungen noch bis zum 31. Oktober 2018 möglich!)

 

 

 

Der ÖDaF bietet während der gesamten Tagung eine kostenlose Kinderbetreuung an.

Stellungnahme des ÖDaF zu den Lehrplänen für Deutschförderklassen in Volksschulen, Sonderschulen, Neuen Mittelschulen sowie allgemein bildenden höheren Schulen

Aus Sicht des Österreichischen Verbands für Deutsch als Fremdsprache/Zweitsprache (ÖDaF) werden die neuen Lehrpläne für Deutschförderklassen zwar in einigen Punkten den Forderungen aus fachwissenschaftlicher Sicht gerecht, werfen allerdings zahlreiche Fragen mit Blick auf deren Umsetzbarkeit auf und ändern nichts daran, dass Deutschförderklassen in der Form, wie sie mit dem Schuljahr 2018/19 österreichweit eingeführt werden, weder aus sprachdidaktischer und pädagogischer noch aus schulorganisatorischer Sicht eine sinnvolle und zielführende Maßnahme zur Deutschförderung darstellen.

 

Den gesamten Text der Stellungnahme können Sie hier nachlesen.

Stellungnahme des ÖDaF zum Ministerialentwurf des Fremdenrechtsänderungsgesetzes 2018 - FrÄG 2018

 

Als Österreichischer Verband für Deutsch als Fremdsprache/Zweitsprache (ÖDaF) beschäftigen wir uns mit dem Lehren und Lernen des Deutschen als Fremd- und Zweitsprache, seinen Rahmenbedingungen und Zielen. Der aktuell zur Begutachtung vorliegende Gesetzesentwurf „Fremdenrechtsänderungsgesetz 2018 – FrÄG 2018 (38/ME)“ sieht auch gezielt veränderte Rahmenbedingungen für das Lehren und Lernen von Deutsch als Fremd- und Zweitsprache für Personen vor, die in Österreich ein Hochschulstudium absolvieren wollen. Auf folgende Punkte im Gesetzesentwurf möchten wir in diesem Zusammenhang kritisch hinweisen:

Stellungnahme des ÖDaF zur Änderung des Schulorganisationsgesetzes, des Schulunterrichtsgesetzes und des Schulpflichtgesetzes 1985 betreffend Deutschförderklassen

 

Als Fachverband für Deutsch als Fremd- und Zweitsprache haben wir bereits in einer Stellungnahme vom 25. Jänner 2018 (www.oedaf.at/deutschfoerderklassen) darauf hingewiesen, dass wir grundsätzlich begrüßen, dass sich die neue Regierung offensiv des Themas Sprachliche Bildung in der Schule und insbesondere der Vermittlung der Bildungssprache Deutsch annimmt. Zugleich formulierten wir damals aber auch schon Fragen, die aus unserer Sicht im Sinne einer höheren Chancengerechtigkeit im Bildungssystem unumgänglich sind.

Einige der Fragen werden auch durch den vorliegenden Gesetzesentwurf nicht geklärt, obwohl sie gerade durch diesen nun tatsächlich relevant werden:

Rückschau auf die ÖDaF-Jahrestagung 2018

"Schreiben in Deutsch als Fremd- und Zweitsprache"

 

Die 34. ÖDaF-Jahrestagung fand am 16. und 17. März 2018 an der Pädagogischen Hochschule Wien statt und setzte sich mit verschiedenen Facetten des Schreibens in Deutsch als Fremd- und Zweitsprache auseinander.

 

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"Deutschförderklassen" - und viele Fragen offen - Stellungnahme des Österreichischen Verbands für Deutsch als Fremdsprache/Zweitsprache (ÖDaF)

 

Als Fachverband für Deutsch als Fremd- und Zweitsprache begrüßen wir grundsätzlich, dass sich der neue Bundesminister für Bildung, Wissenschaft und Forschung, Heinz Faßmann, offensiv des Themas Sprachliche Bildung in der Schule und insbesondere der Vermittlung der Bildungssprache Deutsch annimmt. Die in der Pressekonferenz am 22. Jänner 2018 präsentierte Maßnahme zur Einrichtung von "Deutschförderklassen" lässt allerdings viele Fragen offen. Welche Tests werden für die Sprachstandserhebung herangezogen? Was sind "ausreichende Deutschkenntnisse"? Wie werden auf der Basis der Sprachstandserhebungen Fördermaßnahmen abgeleitet? Welche Qualifikationen brauchen nach Ansicht des Bildungsministers Lehrkräfte, die in diesen "Deutschförderklassen" unterrichten sollen? Welche Schritte sind geplant, um Lehrpersonen, die entsprechende Sprachstands­erhebungen und den Unterricht in "Deutschförderklassen" durchführen sollen, angemessen zu qualifizieren und in den dafür notwendigen Kompetenzen aus- und weiterzubilden? Wie werden die "Deutschförderklassen" administriert? Was bedeuten sie für die räumliche Situation an den Schulen?

Zudem fehlt ein Gesamtkonzept, das wir für schulische Bildung unter migrationsgesellschaftlichen Voraussetzungen dringend benötigen. Daher ist es uns vor weiteren bildungspolitischen Entscheidungen der neuen Regierung ein Anliegen, darauf zu verweisen, dass Erfahrungen aus der Praxis, erfolgreiche Konzepte in anderen Ländern und die Ergebnisse nationaler und internationaler Forschung Folgendes zeigen:

  • Wir brauchen eine integrative Deutschförderung, die durch vorübergehende additive Fördermaßnahmen ergänzt wird. Ziel muss es sein, dass Kinder und Jugendliche so schnell wie möglich am Regelunterricht teilnehmen können. Fördermaßnahmen dürfen nicht segregierend wirken und das Zusammenleben in der Schule dadurch gefährden und sie dürfen durch einen Ausschluss vom Regelunterricht keine Benachteiligung in Bezug auf die Aneignung anderer Bildungsinhalte darstellen. Auch sollten sie Schülerinnen und Schülern angesichts der Bedeutung von Bildungs­sprache für den Bildungserfolg die Möglichkeiten zum bildungssprachlichen Handeln im Regelunterricht aller Fächer nicht vorenthalten. Die Verschränkung von Sprach- und Fachlernen ist von zentraler Bedeutung für die Aneignung bildungssprachlicher Kompetenzen.
  • Wir brauchen Sprachfördermaßnahmen, die der Tatsache gerecht werden, dass die Aneignung und Weiterentwicklung der Bildungssprache Deutsch in einem lang­jährigen Prozess erfolgt. Eine vorübergehende intensive und größtenteils additive Sprachförderung vor Schuleintritt ist nicht ausreichend.
  • Wir brauchen viel mehr qualifizierte Lehrkräfte, die den individuellen Sprachlern­bedarf einer Schülerin oder eines Schülers mit angemessenen Instrumenten erheben und die Sprachförderung darauf abstimmen können. Daher ist der Ausbau der fachlich fundierten Fort- und Weiterbildung sowie die Bereitstellung entsprechender finanzieller Mittel dringend geboten.
  • Wir brauchen eine stärkere Verankerung von Deutsch als Zweitsprache sowie von Kompetenzen für eine produktive Berücksichtigung von Mehrsprachigkeit in der Ausbildung von Elementarpädagoginnen und -pädagogen sowie von Lehramts­studierenden aller Fächer und Schulstufen, vom Deutschunterricht über den Mathematik- und Chemieunterricht bis zu Sport und Bildnerischer Erziehung, vom Kindergarten über die Primarstufe bis zur Sekundarstufe II. Diese Bereiche sind für alle Lehrkräfte wichtig und grundlegend, damit die Aneignung der Bildungssprache Deutsch im Sinne des Konzepts einer durchgängigen sprachlichen Bildung in allen Unterrichtsgegenständen zielführend gefördert werden kann und die Lehrkräfte in der bestehenden Situation sinnvoll arbeiten können.
  • Wir brauchen ein Bildungskonzept, das sich nicht auf einzelne Fördermaßnahmen beschränkt, sondern der Komplexität von Lehren und Lernen gerecht wird, indem die Verbindung von Sprach- und Fachlernen, die Gestaltung der Nahtstellen zwischen den unterschiedlichen Schultypen, die Qualifizierung von Lehrkräften ebenso wie Schulentwicklung und Elternarbeit berücksichtigt werden. Ein solches umfassendes Bildungskonzept kann sich auch nicht auf Deutschförderung beschränken, sondern muss angesichts der mehrsprachigen Lebenswirklichkeiten von Menschen in Österreich auf ihr gesamtes sprachliches Spektrum Bezug nehmen.

 

Wir schließen uns den Stellungnahmen von verbal, Netzwerk Sprachenrechte und von Lehrenden und Forschenden des Bereichs Deutsch als Zweitsprache an den Universitäten Graz, Innsbruck, Salzburg und Wien an und unterstützen deren Forderungen.

Wir verweisen außerdem auf die Thesen von Dénesfa, in denen wir zu sprachen- und migrationspolitischen Fragestellungen im Kontext Deutsch als Zweitsprache Stellung nehmen.

 

 

Der ÖDaF-Vorstand

Hannes Schweiger, Sandra Reitbrecht, Lydia Moschinger, Domenica Friedel-Boesch, Carola Schedel, Anna-Katharina Draxl

 

Wien, am 25. Jänner 2018

Download der Stellungnahme ald pdf-Datei

 

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"Ziel jedes sprachenpolitischen Engagements ist die Förderung der Mehrsprachigkeit. Dies schließt die Durchsetzung einer Sprache auf Kosten anderer Sprachen aus."

- Strobler Thesen 

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