[Kurzvortrag - Teil II] Die Grammatik im DaF-Unterricht an Hochschulen für werdende Lehrer*innen in Dänemark und Norwegen

Maj Schian Nielsen

 

Zielgruppe: Lehrende in Sekundarstufe und an der Hochschule

 

Wie in vielen Ländern Europas, basieren auch in Dänemark und Norwegen die Lehrpläne der Sekundarstufe für den Fremdsprachenunterricht auf dem gemeinsamen europäischen Referenzrahmen für Sprachen (GER). Dieser hat in den gegenwärtigen Versionen einen bedeutenden Fokus auf “Mehrsprachigkeit”. In diesem Zusammenhang soll beschrieben werden, wie kommende Lehrkräfte an Hochschulen selbst kontrastiven Grammatikunterricht erhalten und ob ihnen Didaktisierungshilfen zur Mehrsprachigkeit für ihre spätere Lehrtätigkeit präsentiert werden. Mit Ausgangspunkt in einem konkreten grammatischen Phänomen -der Diathese- soll anhand von qualitativen Observationen im DaF-Hochschulunterricht und durch semi-strukturierte Interviews mit den Lehrenden erörtert werden, wie viel andre Sprachen im Grammatikunterricht einbezogen werden und welche Überlegungen und persönlichen sowie professionellen Voraussetzungen der Lehrenden diesem (Nicht)einbeziehen zu Grunde liegen. Es werden 1) Analysen der Lehrpläne in Dänemark und Norwegen für DaF an Hochschulen und der Sekundarstufe präsentiert und 2) vorläufige Ergebnisse der Observationen und Interviews in Dänemark und deren Implikationen vorgestellt. Die gewonnenen Erkenntnisse dürften sich auch für andre Länder Europas als nützlich erweisen und können Anstöße für die (weiteren) Diskussionen zum europäischen DaF-Unterricht bieten.

 

Angaben zur Person

Maj Schian Nielsen ist seit 2018 Doktorandin der Sprachwissenschaft an der Universität Agder in Kristiansand, Norwegen. Ausgehend von ihrer Tätigkeit als Lehrbeauftragte für deutsche Sprache an der Süddänischen Universität in Odense und Sønderborg, Dänemark (2015-2018) interessiert die gebürtige Deutsche sich für die Gestaltung des DaF(-Grammatik)unterrichts an Hochschulen und dessen Einfluss auf den Unterricht in der Sekundarstufe im europäischen Vergleich.

Abonnieren Sie unseren
Newsletter

"Ziel jedes sprachenpolitischen Engagements ist die Förderung der Mehrsprachigkeit. Dies schließt die Durchsetzung einer Sprache auf Kosten anderer Sprachen aus."

- Strobler Thesen 

Der ÖDaF ist Mitglied des IDV

Der ÖDaF ist Mitglied des ÖSKO

ÖDaF
Österreichischer Fachverband für Deutsch
als Fremdsprache/Zweitsprache
c/o Fachbereich Deutsch
als Fremd- und Zweitsprache
Institut für Germanistik
Universität Wien
Universitätsring 1
A - 1010 Wien

Bankverbindung (lautend auf ÖDaF):
P.S.K. - BLZ: 60000
Kto.Nr.: 7.963.205
BIC: BAWAATWW
IBAN: AT79 6000 0000 0796 3205
Darstellung: