[Kurzvortrag - Teil II] Ich dekliniere also bin ich? Ein kontrastiver Blick anhand standardisierter Prüfungsleistungen

Carmen Peresich

 

Zielgruppe: Erwachsenenbildung

 

Im Unterricht aufgrund einer Vielzahl an vorhandenen Materialien oft sehr präsent und mittels zahlreicher Regeln und Übungen mühsam einstudiert, in modernen Sprachprüfungen hingegen nur implizit mitgetestet und trotz des intensiven Studiums für zahlreiche Prüfungsteilnehmende häufig eine fast unüberwindbare Hürde ist die (deutsche) Grammatik der einen Freud, der anderen Leid.

 

Eine jüngst durchgeführte, umfangreiche Untersuchung von ÖSD-Prüfungsperformanzen belegt, dass verschiedene grammatische Problemlagen durchaus auch in Zusammenhang mit der Erstsprache der Lernenden stehen. Morphologische, syntaktische und orthografische Herausforderungen, die bestimmte Lernergruppen scheinbar problemlos und auf Anhieb meistern, bleiben Lernenden anderer Herkunftssprachen unter Umständen sehr viel länger ein Rätsel. In diesem Kurzvortrag, der sich in erster Linie an Lehrende in der Erwachsenenbildung richtet, sollen zunächst die Ergebnisse der eingangs erwähnten Studie präsentiert und anhand von Textbeispielen illustriert werden. Ein kontrastiver Blick auf das Deutsche ausgehend von den Herkunftssprachen der Probanden sowie der Nutzen eines solchen für den (Grammatik-)Unterricht sind Ausgangspunkt für Vorschläge, wie Lernende bestimmter Herkunftssprachen in Hinblick auf Schwierigkeiten bei verschiedenen grammatischen Phänomenen gezielt unterstützt werden können.

 

Angaben zur Person

Carmen Peresich ist stellvertretende wissenschaftliche Leiterin des ÖSD (Österreichisches Sprachdiplom Deutsch), wo sie für die Abteilung Testentwicklung und -erstellung zuständig ist. Sie hat Slawistik sowie Lehramt für die Fächer Englisch und Deutsch studiert und ist derzeit außerdem an der Universität Klagenfurt als Lehrende in der Ausbildung zukünftiger DaF-/DaZ-Trainer/-innen tätig. Ihre Forschungsinteressen liegen u. A. in den Bereichen kommunikatives Testen, kontrastive Sprachbetrachtung, digitales Lehren und Lernen, interkulturelle Kommunikation sowie Methodik und Didaktik des Fremdsprachenunterrichts.

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- Strobler Thesen 

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