[Kurzvortrag - Teil II] Sprachbildung im Bereich Grammatik – Einblicke in die Arbeit mit den Litkey-Bilderbüchern

Friederike von Lehmden / Claudia Müller-Brauers / Eva Belke

 

Zielgruppe: Pädagog*innen im Kindergarten, Lehrende in der Primarstufe

 

In unserem Kurzvortrag stellen wir Bilderbücher zur impliziten Grammatikförderung (z.B. von Lehmden et al., 2017) vor, die im Rahmen des von der VW-Stiftung geförderten Projekts „Litkey – Literacy as the key to social participation“ konzipiert und evaluiert worden sind. 

Die Bilderbücher adressieren verschiedene grammatische Förderschwerpunkte (z.B. Genus- und Kasusbildung, Verbflexion, Zeitformen) und bieten sich vor allem für die vorschulische Sprachbildung in heterogenen Lerngruppen an. Die theoretischen und sprachdidaktischen Hintergründe der Konzeption dieser Bilderbücher (z.B. hohe Frequenz, Kontrastierung und gruppierte Darbietung sprachlicher Strukturen, Ambridge et al., 2015; Bebout & Belke, 2017; Ritterfeld, 2000) werden diskutiert und in Anlehnung an die generative Textproduktion nach Belke (2008) mit Beispielen zur praktischen Umsetzung verbunden. 

 

Literatur:

Ambridge, B., Kidd, E., Rowland, C.F. & Theakston, A.L. (2015). The ubiquity of frequency effects in first language acquisition. Journal of Child Language, 42, 2, 239-73.

Bebout, J., & Belke, E. (2017). Language play facilitates language learning: Optimizing the input for rapid gender-like category induction. Cognitive Research: Principles and Implications, 2, 11.

Belke, G. (2008). Mehrsprachigkeit im Deutschunterricht. Sprachspiele, Spracherwerb und Sprachvermittlung. Baltmannsweiler: Schneider-Verlag Hohengehren.

Müller-Brauers, C., von Lehmden, F. & Lehmann, B. (i.V. b). Zu Besuch in der Roboterwelt. Bilderbuch zum impliziten Grammatiklernen.

Ritterfeld, U. (2000). Welchen und wieviel Input braucht das Kind? In: Grimm, H. (Hrsg.), Sprachentwicklung (S. 403-432). Göttingen: Hogrefe.

von Lehmden, F., Müller-Brauers, C., Belke, E., Belke, G. & Lehmann, B. (2017a). Unruhe im Zoo. Bilderbuch zum impliziten Grammatiklernen. Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren.

 

Angaben zu den Personen

Friederike von Lehmden ist Klinische Linguistin (M.Sc.), wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Ruhr-Universität Bochum, Deutschland, und Projektkoordinatorin im Teilprojekt „Bilderbücher“ des von der VW-Stiftung geförderten Projekts „Litkey – Literacy as the key to social participation“. Sie forscht zu den Themen Grammatikerwerb, Bilderbücher und Mehrsprachigkeit und bildet seit 2009 Fachkräfte in Kindertagesstätten, aber auch (angehende) Lehrkräfte zu den Themen alltagsintegrierte Sprachbildung, Mehrsprachigkeit und Sprachförderung im Unterricht aus. 

 

Claudia Müller-Brauers leitet seit Ende 2018 die Abteilung „Didaktik der Symbolsysteme – Deutsch“ am Institut für Sonderpädagogik der Leibniz Universität Hannover, Deutschland. Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen u.a. im Bereich des Sprach- und Schriftspracherwerbs, der Bilderbuchforschung und Evaluation von Sprachförderkonzepten. 

 

Eva Belke ist Professorin für Psycholinguistik am Sprachwissenschaftlichen Institut der Ruhr-Universität Bochum. Sie hat zwei Forschungsschwerpunkte: Den Zugriff auf das mentale Lexikon beim Sprechen, bei jungen und älteren, gesunden und beeinträchtigten und ein- und mehrsprachigen Sprechern sowie den Zweitspracherwerb und Methoden der Sprachvermittlung im Vor- und Grundschulalter.

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