[Kurzvortrag - Teil II] Geht´s auch mit wenig Grammatik? Wie viel und welche Grammatik brauchen Absolvent_innen der akademischen DaF/DaZ-Ausbildung?

Michal Dvorecký

 

Zielgruppe: Lehrende in der Erwachsenenbildung, Lehrende an der Hochschule 

 

Die Absolvent_innen der akademischen Ausbildung im Bereich DaF/DaZ verlassen die Universitäten und pädagogischen Hochschulen mit unterschiedlich breitem und tiefem Wissensstand im Bereich der Grammatik. Was hätte man eigentlich erwartet? Die Zulassungsvoraussetzungen zu den Studienprogrammen mit dem Schwerpunkt DaF/DaZ sind recht unterschiedlich. Es gibt Studienprogramme, in denen für eine „unproblematische“ Zulassung ein Bachelorabschluss im Bereich der Germanistik (Deutsche Philologie oder Lehramtsstudium Unterrichtsfach Deutsch) verlangt wird. Man geht bei dieser Gruppe von Absolvent_innen von der Prämisse aus, dass sie das notwendige Grammatikwissen „mitbringen“. Die anderen („die Unwissenden“) müssen zuerst einige Lehrveranstaltungen nachholen, um sich das nicht vorhandene Wissen im Bereich der Sprache anzueignen. Es gibt aber wiederum Ausbildungsschienen, die kein fachlich einschlägiges Studium voraussetzen und für die sich Absolvent_innen von diversen Studien bewerben können. Bei der Betrachtung der Modellierung der einzelnen Curricula stellt man fest, dass die Grammatik in der Ausbildung unterschiedliche Gewichtungen haben kann – von marginal (um korrekt zu sein, sollte man wahrscheinlich das Wort „implizit“ verwenden) bis sehr zentral.

Auf die Diskussion über die Notwendigkeit und Wichtigkeit der einzelnen curricularen Bestandteile möchte ich mich nicht einlassen. Das wäre eine endlose Diskussion. Vielmehr soll im Beitrag gezeigt werden, welches Grammatikwissen in den akademischen Studien mit dem Schwerpunkt DaF/DaZ thematisiert werden sollte und könnte, um den Absolvent_innen eine sichere Basis für Ihre Unterrichtspraxis zu liefern. Die inhaltliche Auseinandersetzung über die einzelnen Themen erfolgt vor dem Hintergrund einer Befragung, die unter Lehrenden an mehreren Sprachinstituten in Wien durchgeführt wurde.

 

Angaben zur Person

Michal Dvorecký ist seit Sommersemester 2013 Senior Lecturer am Institut für Germanistik der Universität Wien und seit Wintersemester 2016 Vize-Studienprogrammleiter Deutsche Philologie. Seine Lehr- und Forschungsschwerpunkte sind Deutsch als Wissenschaftssprache, Grammatikvermittlung im DaF-Kontext sowie Digitale Medien im DaF-/DaZ-Kontext. 

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