[Workshop Freitag] Zwei Dimensionen einer Aufgabe: Herausforderungen am Beispiel einer Aufgabe im Geschichtsunterricht unter Berücksichtigung sprachlich diverser Lernbedingungen

Tülay Altun, Katrin Günther

 

Der Beitrag beschäftigt sich mit den Herausforderungen für mehrsprachige Lernende durch Lernaufgaben im Geschichtsunterricht vor dem Hintergrund des Zusammenhangs schulischer Anspruch und ‚mitgebrachte‘ Schülervorstellungen.

Ziel ist, am Beispiel einer authentischen Schulbuchaufgabe aus dem Geschichtsunterricht zum einen die Herausforderungen dieser Aufgabe auf inhaltlicher Ebene zu zeigen, indem gefragt wird, welche Schülervorstellungen diese aktivieren kann, und diese Ebene zu verzahnen mit der sprachlich-fachlichen Dimension dieser Aufgabe, die auch immer auf Fachkonzepte rekurriert.

Die ausgewählte zweiteilige Aufgabe entstammt einem in NRW zugelassenen Lehrwerk für die Gymnasiale Oberstufe.

Ausgehend von dieser Aufgabe soll gezeigt werden,

  • welche Herausforderungen insbesondere die auf den ersten Teil aufbauende Vergleichsaufgabe birgt und ob für die Lernenden die hinter der Formulierung stehenden sprachlich und fachlichen Handlungen erkennbar sein können;
  • auf welches Nationenkonzept durch die Materialien im Buch Bezug genommen wird;

welche Bedeutung die Berücksichtigung bzw. Nichtberücksichtigung von Schülervorstellungen für die Bearbeitung dieser Aufgabe haben kann.

 

Die Ergebnisse können dann zur Einschätzung der Anforderungen durch diese Aufgabe zusammengeführt werden.

Aus diesen Vorüberlegungen können Vorschläge zum Umgang mit einer solchen Aufgabe im Geschichtsunterricht abgeleitet werden, mit denen die Erwartungen der Institution Schule im Verhältnis zu den Schülervorstellungen berücksichtigt werden können.

Der Beitrag führt am Beispiel der konkreten Aufgabe die Ergebnisse zweier Dissertationen zusammen.

 

Angaben zu den Personen:

Tülay Altun, abgeordnete Lehrkraft am Institut für Deutsch als Zweit- und Fremdsprache der Universität Duisburg-Essen (ProDaZ), Koordinierung von BiSS (Bildung in Sprache und Schrift)-Verbünden, Lehrbeauftragte u. a. am Historischen Institut der Universität Duisburg-Essen, Forschungsschwerpunkte: Sprachbildung im Geschichtsunterricht, Neuzuwanderung und Mehrsprachigkeit in Unterricht und Schule.

Katrin Günther, abgeordnete Lehrkraft am Institut für Deutsch als Zweit- und Fremdsprache der Universität Duisburg-Essen (ProDaZ), Koordinierung eines BiSS (Bildung in Sprache und Schrift)-Verbundes, Lehrbeauftragte u. a. am Historischen Institut der Universität Duisburg-Essen, Forschungsschwerpunkte: Sprachbildung im Geschichtsunterricht, Neuzuwanderung und Mehrsprachigkeit in Unterricht und Schule.

 

 

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