[Workshop Freitag] Kritische und methodische Standards im institutionellen Wandel. „Was bringt der nächste Call?“ – Politische und institutionelle Rahmenbedingungen aus der Sicht von DaZ-Lehrkräften.

Melina Klaus, Katharina Rohrbeck, Melanie Romstorfer

 

Im CarBiz – Caritas Bildungszentrum (Wien und Wr.Neustadt) finden sich unter einem Dach vielfältige Kurs- und Bildungsangebote für Asylwerber*innen sowie Projekte für Bildung und Beratung von anerkannten Flüchtlingen und Drittstaatsangehörigen. Im Rahmen dieser Projekte werden seit 2004 Deutschkurse (von Alphabetisierung bis B2) sowohl mit freiwilligen Kursleiter*innen als auch mit einem großen Team angestellter DaF/DaZ-Lehrenden angeboten. Die Arbeitsweise in unseren Teams und in unserer Einrichtung erlaubt uns, unserer Arbeit und unsere Erfahrungen immer wieder zu reflektieren - auch im Zusammenhang mit den institutionellen Rahmenbedingungen unterschiedlichster Förderschienen, die unsere Kursangebote und pädagogischen Handlungsspielräume beeinflussen.

Das Angebot an Deutschkursen, Kursplanung und auch pädagogische Schwerpunkte sind – in Anhängigkeit -beeinflusst von Förderprogrammen, die seit Bestehen des CarBiz auch politische Leitlinien widerspiegeln. Dies betrifft etwa die Beschränkung auf bestimmte Zielgruppen, unterschiedliche Zielvorgaben, die Kursdauer oder den Gestaltungsfreiraum für Kursabläufe sowie im Unterricht. Wenn zudem Richtlinien und Förderprogramme immer kurzlebiger werden, gefährden sie professionelle Standards, da sie inhaltliche und pädagogische Weiterentwicklung erschweren. Auch ökonomische und gesellschaftliche Rahmenbedingungen sowie integrationspolitische Maßnahmen außerhalb des Bildungsbereichs nehmen Einfluss auf Klient*innen und Lernende und somit auch auf den Unterricht und das pädagogische Handeln.

 

Im Workshop soll – unter Anleitung und methodisch vielfältig - gemeinsam reflektiert werden, wie dieser Einfluss gesellschaftlicher und politischer Rahmenbedingungen im Unterricht sichtbar wird und wie stark sich veränderte Bedingungen auf den Unterricht auswirken. Dabei wollen wir gemeinsam erarbeiten, wie Lehrende trotz oder im institutionellen Wandel Stabilität schaffen können, eine Stabilität, die nicht nur die Arbeitsbedingungen der Lehrenden betrifft, sondern auch das Kursangebot und das Lernen unserer Zielgruppen.

Ziel soll es sein, konkrete Handlungsanleitungen für den Unterricht und die Gestaltung des Kursangebots zu entwickeln, die die Bedürfnisse der Zielgruppen in den Fokus rücken. Wobei auch erarbeitet werden muss, welche Rahmenbedingungen/Einflüsse die Grenzen (eigener) pädagogischer Leitlinien erreichen und überschreiten, welche Bedingungen nicht angenommen werden können, um einem gewissen migrationspädagogischen, methodischen und kritischen Standard zu entsprechen.

 

Angaben zu den Personen: (Lehrende DaF/DaZ aus dem Caritas Bildungszentrum)

Klaus Melina - Bildungswissenschafterin, DaF/DaZ-Lehrkraft und Leiterin Fachbereich Sprache und Qualifizierung im CarBiz.

Rohrbeck Katharina - DaF/DaZ-Lehrkraft, Germanistin und Kurskoordinatorin.

Romstorfer Melanie - DaF/DaZ-Lehrkraft, Afrikanistin.

 

Das Caritas Bildungszentrum bietet unter einem Dach in Wien und NÖ vielfältige Kurs- und Bildungsangebote für Asylwerber*innen sowie Projekte für Bildung und Beratung von anerkannten Flüchtlingen und Drittstaatsangehörigen an. Im Rahmen dieser Projekte werden seit 2004 Deutschkurse (von Alphabetisierung bis B2) sowohl mit freiwilligen Kursleiter*innen als auch mit einem großen Team angestellter DaF/DaZ-Lehrenden angeboten. Die Arbeitsweise in unseren Teams und in unserer Einrichtung erlaubt uns, unserer Arbeit und unsere Erfahrungen immer wieder zu reflektieren - auch im Zusammenhang mit den institutionellen Rahmenbedingungen unterschiedlichster Förderschienen, die unsere Kursangebote und pädagogischen Handlungsspielräume beeinflussen.

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