[Workshop Samstag] “Ein neues Land” – performatives Lernen im Sprachunterricht anhand einer Graphic Novel von Shaun Tan

Julia Weingartner

 

„Ein neues Land“ ist eine textlose Graphic Novel von Shaun Tan, die Themen wie Migration, Sprachenlernen sowie Fremdheitserfahrungen aufgreift und somit eine wertvolle Ressource für den Zweit- und Fremdsprachenunterricht darstellt. Einerseits ergeben sich durch die Themenwahl viele Anknüpfungspunkte mit der Lebens- und Erfahrungswelt von Deutschlernenden, andererseits eröffnet die aussagekräftige Bildsprache zahlreiche Deutungsmöglichkeiten und Sprechimpulse für den Deutsch als Zweit- bzw. Fremdsprachenunterricht. 

Um die stumme Bilderzählung des Protagonisten, der seine Stadt verlässt und in ein neues Land aufbricht, zum Leben zu erwecken, wird der performative Zugang gewählt. Es handelt sich dabei um eine ganzheitliche und handlungsorientierte Lehr- und Lernform, die aus dem Theater entlehnte Inszenierungstechniken für das Lernen heranzieht. Der Persönlichkeitsentwicklung sowie dem  ästhetischen Lernen wird in diesem Unterrichtssetting ein hoher Stellenwert zugeschrieben. Weitere Potenziale des performativen Lernens sind Perspektivenwechsel, Rollenübernahme, ästhetische Erfahrungen sowie sprachliches Handeln in “Als ob” Situationen. 

Anhand der Graphic Novel „Ein neues Land“ von Shaun Tan wird gezeigt, wie der Einsatz von Literatur im Sprachunterricht performativ gestaltet werden kann. Im Rahmen des Workshops lernen die TeilnehmerInnen drama- und  theaterpädagogische Übungen kennen, die für die Arbeit mit Literatur eingesetzt werden können. Durch den Einsatz von Stimme, Sprache, Körper und Fantasie werden wir uns gemeinsam auf eine Reise begeben, dabei Szenen und Geschichten entstehen lassen und theatrale Übungen selbst erproben. 

 

Angaben zur Person:


Julia Weingartner ist ausgebildete Volkschullehrerin, Theaterpädagogin (BuT) und Absolventin des Masterstudiums Deutsch als Fremdsprache/Zweitsprache der Universität Wien. Neben Sprachförderkursen für die Volksschule und die NMS im DaZ Bereich sammelte sie an der Dokkyo Universität in Japan Unterrichtserfahrung im DaF Kontext. Ihr aktuelles Forschungsinteresse widmet sich performativen Lernformen und den Potenzialen für den Sprachunterricht. Seit 2017 ist sie als Theaterpädagogin am Theater der Jugend tätig.

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