[Kurzvortrag - Teil 1] Was wünschen sich Erasmusstudierende von universitärem DaF-Unterricht? Ergebnisse einer Fallstudie über zielgruppenspezifische Bedarfe und Wünsche

Eva Seidl

 

Der hochschulische DaF-Unterricht, der sowohl studienvorbereitend als auch studienbegleitend stattfindet, stellt universitäre Sprachenzentren, die Kursangebote für Mobilitätsstudierende anbieten, vor zahlreiche Herausforderungen. Verstärkte Bestrebungen zur Internationalisierung der Hochschulen induzieren eine Globalisierung der Wissenschaftskulturen, die von Lehrenden wie Lernenden einen diversitätssensiblen und kultursensitiven Umgang mit akademischer Literalität und Oralität verlangt. Mobilitätsstudierende müssen die kommunikativen Anforderungen ihres Studienalltags in einem sprachlich und kulturell divergenten akademischen Kontext bewältigen und brauchen dabei Verständnis und Unterstützung von Sprachlehrenden, die bereit sind, herkömmliche Vermittlungsformen und kulturell geprägte akademische Verhaltensmuster kritisch zu überdenken und keine einseitige Anpassung von Studierendenseite zu erwarten.

In diesem Kontext ist das fachdidaktische Sprachlehr- und -lernforschungsprojekt „Short-term study abroad – Needs and experiences“ verortet, das am treffpunkt sprachen, dem Zentrum für Sprache, Plurilingualismus und Fachdidaktik der Karl-Franzens-Universität durchgeführt wurde. Im Vortrag werden Ergebnisse einer vergleichenden Fallstudie präsentiert, bei der fünf Erasmusstudierende, die ein Semester in Österreich studiert haben, zu mehreren Zeitpunkten ihres Auslandsstudienaufenthalts mündlich und schriftlich zu ihren Erwartungen, Befürchtungen, Bedarfen und Wünschen befragt wurden. Das gewonnene qualitative Datenmaterial (15 Einzelinterviews und 25 reflektierende Texte) gibt aufschlussreiche Erkenntnisse darüber, welche Inhalte und welche Lehr-Lern-Settings sich die befragten internationalen Studierenden in semestervorbereitenden, mehrwöchigen DaF-Intensivkursen und semesterbegleitenden DaF-Kursen, die einmal pro Woche stattfinden, wünschen.

 

 

Angaben zur Person

 

Eva Seidl (Karl-Franzens-Universität Graz) unterrichtet Deutsch als Fremdsprache am treffpunkt sprachen, dem Zentrum für Sprache, Plurilingualismus und Fachdidaktik und am Institut für Angewandte und Theoretische Translationswissenschaft. In der Lehrendenfortbildung ist sie am Universitätslehrgang DaF/DaZ an der Universität Graz sowie bei der Modulreihe ‚Sprachenlernen mit Erwachsenen‘ am treffpunkt sprachen tätig. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Mobilitäts- und Austauschforschung (study abroad) und hochschulische Transitions- und Adaptionsprozesse.

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